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Hilfe bei Performance-Problemen
 

Aufgrund eines wiederholten Auftretens von Performance-Problemen bei einigen Kunden haben wir beschlossen, die wichtigsten Hard- und Software Voraussetzungen für eine ideale SolidWorks-Umgebung zu erläutern:

Priorität 1: Der Hauptspeicher:

Die Datenübertragung vom Hauptspeicher (RAM) ist um ein Vielfaches schneller als die der Festplatte. Wenn der Hauptspeicher für das Laden oder Verarbeiten von Dateien nicht ausreicht, wird auf die Festplatte ausgelagert.

Dieser Auslagerungsvorgang ist sehr langsam und zäh.

Aus diesem Grunde sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass genügend Hauptspeicher zur Verfügung steht.

Es macht keinen Sinn, mit Auslagern zu arbeiten!

Tip: Im Windows Taskmanager unter Systemleistung kann jederzeit der maximal verbrauchte Speicher ausgelesen werden. Falls dieser Wert 75-80% des physikalischen Speichers überschreitet, beginnt der Auslagerungsprozess.

Beispiel:

Laden einer Baugruppe und Zeichnungsableitung (5000 Teile; Speicherplatzbedarf in diesem Fall 1,5 GB) mit 1 GB RAM und 2 GB RAM:


  • 1GB RAM: Dauer: 18 Minuten

  • 2GB RAM: Dauer: 5 Minuten

Performancegewinn: 260%!!!!!


Priorität 2: Das Betriebssystem:

Generell sollte bei Neurechnern nur noch Microsoft Windows XP Professional eingesetzt werden! Mit Windows 2000 ist für SolidWorks bei der Adressierung von 2 GB Arbeitsspeicher Schluss!

Mit Microsoft Windows XP Professional hingegen ist ein so genanntes 4GB-Tuning möglich. Durch einen Eintrag in der Boot.ini ist es möglich, Applikationen bis zu 3GB zuzuweisen.
Hier wird unbedingt empfohlen, auch den physikalischen Speicher auf mindestens 3GB zu erhöhen!!!

Der minimale und maximale Wert des virtuellen Speichers (Auslagerungsdatei) sollte gleich sein!

  • Bei 1GB Hauptspeicher: 2GB Auslagerungsdatei

  • Bei 2GB Hauptspeicher: 4GB Auslagerungsdatei

  • Bei 3GB Hauptspeicher: 4GB Auslagerungsdatei

  • Bei 4GB Hauptspeicher: 4GB Auslagerungsdatei

Priorität 3: Die Grafikkarte:

Um die Performance beim Drehen von Baugruppen, selektieren von Elementen in der Baugruppe… usw. zu steigern bedarf es einer schnellen CAD Grafikkarte.
Vom Betrieb sogenannter „Spielekarten“ (ATI Radeon oder NVIDIA GeForce) sollte abgesehen werden!
Die besten Erfahrungen wurden mit der NVIDIA Quadro FX-Reihe gemacht.

Je nach Bedarf stehen hier Karten von 200€ bis 2000€ zur Verfügung.

Wichtig ist hier auch der Einsatz zertifizierter Treiber. Diese Treiber lassen sich auch auf optimierte Einstellungen für SolidWorks einstellen! Performanceunterschiede zwischen den einzelnen Karten können auf der NVIDIA Seite nachgelesen werden.


Priorität 4: Der Prozessor:

  • INTEL P4 oder AMD Athlon

  • Hyperthreading unbedingt deaktivieren

  • DUAL Prozessoren bringen für SolidWorks eine Leistungs-steigerung von ca. 10-20%, da eine CPU ausschließlich nur für SWX arbeitet. (PhotoWorks, CosmosWorks sind „dualprozessorfähig“)

Bei Performance-Problemen sollte als erstes das System lokal untersucht werden. Hierzu sollte sich eine lokale Kopie der zu testenden Baugruppe auf der Festplatte befinden. Bei den lokalen Tests unbedingt den Netzwerkstecker ziehen, da ansonsten SolidWorks eventuell nach Referenzen im Netzwerk suchen würde.

Bei Fragen hierzu können Sie uns jederzeit kontaktieren.


 

 
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